Im deutschsprachigen Web ist eine neue Gründerzeit angebrochen – Crowdfunding heißt das Buzzword der Stunde. Flattr war nur der Anfang. Die bunten Spenden-Buttons haben den Weg geebnet für zahlreiche Projekt-Plattformen, die auf die Kraft der Crowd setzen. Auf Inkubato, Startnext oder mysherpas wird mit den Mitteln von Web 2.0 und Micropayment die digitale Ökonomie auf den Kopf gestellt. Wenn im Widget der Spendenbalken schwillt, geht es nicht um „eins, zwei, drei – meins“, sondern um den Nutzen für die Community. Die Gesetze des digitalen Fundraisings ermöglichen unterschiedlichste Vorhaben, vom Theaterfestival über Independent-Musik bis hin zu Buchpublikationen. Crowdfunding gibt den Kreativen mehr Unabhängigkeit von Verlagen, Labels und Kulturinstitutionen. Zugleich aber dank Social Media auch direkteren Kontakt zum Publikum.
Krautfunding- das E-Book ist da
Zahlreiche Fallbeispiele zu Crowdfunding made in Germany finden sich in meinem E-Book „Krautfunding – Deutschland entdeckt die Dankeschön-Ökonomie“, das im Juni 2011 erschienen ist (siehe krautfunding.net). Die PDF-Version ist via Pay-With-A-Tweet kostenlos erhältlich, die Kindle-Version bei Amazon.de zum Preis von 3,99 Euro, die epub-Version gegen eine PayPal-Spende in beliebiger Höhe. Neben dem Einsatz von Crowdfunding im Online-Journalismus geht es in „Krautfunding“ vor allem um Kultursponsoring, Pre-Order-Modelle in der Musik- und Buchbranche sowie um die Bedeutung von Crowdfunding für Startups. Ein Thema, das immer wieder auftaucht, ist die Kulturflatrate. Wenn sich Crowdfunding durchsetzt, könnten bisherige Verteilungskämpfe im Kulturbetrieb nämlich der Vergangenheit angehören. Dem E-Book vorangestellt sind 5 Thesen zum Crowdfunding in Deutschland.