Ansgar Warner

Ansgar Warner ist Chefredakteur & Herausgeber von E-Book-News, dem Online-Magazin rund ums Elektronische Lesen.

Als Journalist wie als Literatur- und Kulturwissenschaftler war er immer schon an der Nahtstelle zwischen alten & neuen Medien unterwegs. 2006 Promotion an der HU Berlin zum Thema Radio-Essay der Fünfziger Jahre, danach journalistische Tätigkeit für Zeitungen (u.a. taz) wie auch Rundfunk (DLF/DRadio).

Mittlerweile arbeitet er als freier Autor & Producer im Medienbüro Mitte. Zuletzt erschien sein Buch “Krautfunding. Deutschland entdeckt die Dankeschön-Ökonomie”.

Krautfunding - Deutschland entdeckt die Dankeschön-Ökonomie

Im deutschsprachigen Web ist eine neue Gründerzeit angebrochen – Crowdfunding heißt das Buzzword der Stunde. Flattr war nur der Anfang. Die bunten Spenden-Buttons haben den Weg geebnet für zahlreiche Projekt-Plattformen, die auf die Kraft der Crowd setzen. Auf Inkubato, Startnext oder mysherpas wird mit den Mitteln von Web 2.0 und Micropayment die digitale Ökonomie auf den Kopf gestellt. Wenn im Widget der Spendenbalken schwillt, geht es nicht um „eins, zwei, drei – meins“, sondern um den Nutzen für die Community. mehr »

Im Zeichen umgeknickter Bohrtürme

„Oil crash“: Der Titel des von Basil Gelpke und Ray McCormack gedrehten Documentarys hat sich als Self-Fulfilling Prophecy erwiesen. Als der Streifen  in Kanada uraufgeführt wurde, lag der Ölpreis bei siebzig Dollar. Zum Zeitpunkt des deutschen DVD-Release waren es schon fast 100 Dollar. Gelpke und McCormack haben jedoch nicht nur den Glauben an billiges Benzin verloren, sondern an die Zukunft des Erdöls überhaupt.

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Die Angst vor dem Bankrott

Der Mittelstandsgesellschaft geht es ein bisschen so wie der DDR im Sommer 1989. Täglich kommen ihr Menschen abhanden. Die Richtung hat sich allerdings geändert: nicht mehr nach Westen, sondern nach unten. Wie es diesen Menschen so geht, liest man im offiziellen “Armuts- und Reichtumsbericht” der Bundesregierung. Wer es investigativer mag, greift zum Zeit-Magazin: “Günter Wallraff ist zurück”, lautete eine Schlagzeile im vergangenen Sommer. Aktuelle Kinofilme werden als “Hartz-IV-Komödie” angepriesen. Die gefühlte deutsche Wirklichkeit hat sich spürbar verändert. Mit einem Sammelband zu “Ökonomien der Armut” trägt nun auch die Germanistik zu diesem “social turn” der medialen Öffentlichkeit bei.

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Mobilität aus der Steckdose

Brennstoffzelle, Ethanol, Wasserstoff: Die Autoindustrie hatte sich für die ferne Zukunft viel vorgenommen. Doch nach Ölpreisschock und Feinstaubdebatte setzen alle auf das Elektro-Auto, jetzt und sofort. Skeptiker verweisen dagegen auf die bisherige Zahl der Neuzulassungen von reinen Elektrofahrzeugen. Die bewegt sich hierzulande im einstelligen Bereich. Sprich: sieben E-Mobile im gesamten Jahr 2007.

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Job-TV ohne Schminke

Bewerben per Internet ist beliebt, auch bei Ingenieuren. Inzwischen fehlen fast 100.000 Nachwuchskräfte, doch gerade mittelständische Unternehmen haben die Möglichkeiten des neuen Mediums noch nicht richtig erkannt. Der Duisburger Personal-Recruiter Thomas Reichel will das mit seinem Video-Portal “Headzoom” ändern: auf der Webseite finden potentielle Bewerberinnen und Bewerber kurze Video-Interviews mit Firmenchefs und Geschäftsführern.

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Was bleibt von Belgien?

Belgien lässt sich als diffuse Nation im Sprachenclinch beschreiben, die nach 170 Jahren noch immer wie eine Laune des Zufalls wirkt. Doch Belgien wird sich wohl kaum auflösen “wie eine Tablette Aspirin im Wasser”, wie es ein flämischer Nationalist vor kurzem prophezeite. Im Mutterland des Surrealismus scheint gerade die medial inszenierte Identitätskrise einen Grundpfeiler der “Belgitude” zu bilden. mehr »